Allgemeine Geschäftsbedingungen (Version 2.2)

Zuletzt aktualisiert: 6. Oktober 2026 (Version 2.2)

1. Geltungsbereich

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen ("AGB") gelten für alle Verträge über die Nutzung der SaaSFlow-Software und der zugehörigen Dienste (die "Dienste") zwischen Walletguide GmbH ("SaaSFlow") und dem Kunden.

1.2 Das Angebot von SaaSFlow richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, an juristische Personen des öffentlichen Rechts und an öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, dass er die Dienste in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit nutzt.

1.3 Abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn SaaSFlow ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.

2. Vertragsgegenstand

2.1 SaaSFlow ist eine webbasierte Software zur Analyse, Auswertung und Planung von Finanz-, Umsatz- und Abonnementdaten. SaaSFlow stellt dem Kunden die Dienste während der Vertragslaufzeit in der jeweils aktuellen Fassung über das Internet zur Verfügung. Der Funktionsumfang des gewählten Tarifs ergibt sich aus der Preisliste und der Produktbeschreibung auf der Website.

2.2 Die Dienste stellen Auswertungen und Kennzahlen auf Grundlage der vom Kunden eingebrachten und angebundenen Daten bereit. Sie sind keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Geschäftliche Entscheidungen auf Grundlage der Auswertungen trifft der Kunde in eigener Verantwortung.

2.3 SaaSFlow entwickelt die Dienste laufend weiter und kann Funktionen anpassen, erweitern oder ersetzen, soweit der vertraglich vereinbarte Leistungsumfang im Kern erhalten bleibt. Über die Einstellung wesentlicher Funktionen informiert SaaSFlow den Kunden mindestens vierzehn (14) Tage im Voraus.

3. Vertragsschluss und Konten

3.1 Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde die Registrierung abschließt und SaaSFlow das Konto bereitstellt, oder wenn der Kunde innerhalb der Dienste einen kostenpflichtigen Tarif bestellt und SaaSFlow die Bestellung bestätigt.

3.2 Der Kunde stellt sicher, dass die bei der Registrierung und danach hinterlegten Angaben (insbesondere Firma und E-Mail-Adresse) zutreffend und aktuell sind.

3.3 Nutzerkonten sind personengebunden. Zugangsdaten sind geheim zu halten und dürfen nicht weitergegeben werden. Der Kunde kann innerhalb seines Kontos weitere Nutzer für sein Unternehmen anlegen und ist für deren Handeln im Rahmen der Dienste verantwortlich wie für eigenes Handeln. Der Kunde informiert SaaSFlow unverzüglich, wenn er einen Missbrauch von Zugangsdaten vermutet.

4. Verfügbarkeit und Support

4.1 SaaSFlow strebt eine hohe Verfügbarkeit der Dienste an und betreibt sie auf redundanter Cloud-Infrastruktur in der EU. Geplante Wartungsarbeiten führt SaaSFlow soweit möglich außerhalb üblicher Geschäftszeiten durch und kündigt sie rechtzeitig an.

4.2 Nicht als Verfügbarkeitsunterbrechung gelten Zeiten, die auf geplante und angekündigte Wartung, auf höhere Gewalt oder auf Störungen zurückgehen, die SaaSFlow nicht zu vertreten hat, insbesondere Ausfälle angebundener Drittsysteme (z. B. Banken- und Zahlungsschnittstellen).

4.3 Support leistet SaaSFlow per E-Mail und über den Chat im Produkt zu üblichen Geschäftszeiten.

5. Kostenfreie Tarife, Testphasen und Beta-Funktionen

5.1 SaaSFlow kann kostenfreie Tarife und Testphasen anbieten. Deren Umfang und Voraussetzungen ergeben sich aus der Preisliste. Bei kostenfreien Tarifen kann SaaSFlow den Funktionsumfang mit angemessener Ankündigung anpassen und den Vertrag mit einer Frist von dreißig (30) Tagen kündigen.

5.2 Als Beta oder Vorschau gekennzeichnete Funktionen stellt SaaSFlow freiwillig und ohne Anspruch auf Fortbestand bereit. Sie können eingeschränkt funktionieren und jederzeit geändert oder eingestellt werden.

6. KI-Funktionen

6.1 Einzelne Funktionen der Dienste nutzen große Sprachmodelle (z. B. für den monatlichen Performance-Bericht, den Bericht-Chat, Kategorisierungsvorschläge und das Auslesen hochgeladener Dokumente). SaaSFlow betreibt diese Modelle über seinen Unterauftragsverarbeiter Google Cloud in Rechenzentren in der EU; Einzelheiten enthält die Liste der Unterauftragsverarbeiter. Diese Funktionen laufen nur, wenn ein berechtigter Nutzer des Kunden sie startet, zum Beispiel durch das Anfordern eines Berichts oder das Hochladen eines Dokuments.

6.2 KI-generierte Inhalte werden automatisiert erstellt und können unzutreffend oder unvollständig sein. Der Kunde prüft sie, bevor er geschäftliche Entscheidungen darauf stützt. Ziffer 2.2 gilt entsprechend.

7. Pflichten des Kunden

7.1 Der Kunde nutzt die Dienste nur im Rahmen der Gesetze und dieser AGB. Insbesondere darf er nicht:

  • Inhalte einbringen, die Rechte Dritter oder geltendes Recht verletzen;
  • Schadsoftware einbringen oder die Dienste in einer Weise nutzen, die ihre Funktionsfähigkeit oder die Nutzung durch Dritte beeinträchtigt;
  • sich oder Dritten unbefugten Zugang zu Konten, Systemen oder Netzwerken verschaffen oder dies versuchen;
  • die Dienste vermieten, weiterverkaufen oder Dritten außerhalb seines Unternehmens zur Verfügung stellen.

7.2 Beim Anbinden von Datenquellen (z. B. Bankkonten, Zahlungs-, CRM- und Buchhaltungssysteme) stellt der Kunde sicher, dass er zur Anbindung und zur Verarbeitung der dort abgerufenen Daten berechtigt ist.

7.3 Der Kunde ist für die regelmäßige eigene Sicherung der von ihm eingebrachten Ausgangsdaten verantwortlich, soweit sie außerhalb der Dienste vorliegen. Exportfunktionen stehen innerhalb der Dienste zur Verfügung.

8. Nutzungsrechte und Kundendaten

8.1 SaaSFlow räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit das nicht ausschließliche, nicht übertragbare Recht ein, die Dienste für eigene unternehmensinterne Zwecke zu nutzen. Alle weitergehenden Rechte an den Diensten und der zugrunde liegenden Software verbleiben bei SaaSFlow und seinen Lizenzgebern. Eine Rückentwicklung (Reverse Engineering, Dekompilierung) ist nur in den Grenzen der §§ 69d, 69e UrhG zulässig.

8.2 Die vom Kunden eingebrachten und über angebundene Quellen abgerufenen Daten ("Kundendaten") bleiben Daten des Kunden. SaaSFlow beansprucht daran keine Rechte und nutzt sie ausschließlich, soweit dies zur Bereitstellung, Absicherung und Verbesserung der Dienste erforderlich ist.

9. Vertraulichkeit

9.1 Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich, nutzen sie nur zur Durchführung dieses Vertrags und geben sie nicht an Dritte weiter. Vertrauliche Informationen sind Informationen, die als vertraulich gekennzeichnet sind, Geschäftsgeheimnisse im Sinne des § 2 GeschGehG sowie Informationen, deren Vertraulichkeit sich aus ihrer Natur oder den Umständen ergibt, insbesondere Kundendaten, Preise und nicht öffentliche Produktinformationen.

9.2 Kundendaten behandelt SaaSFlow stets als vertraulich, unabhängig davon, ob sie personenbezogene Daten enthalten. Das umfasst insbesondere Finanz- und Geschäftsdaten des Kunden wie Umsatz- und Abo-Kennzahlen, Banktransaktionen, Kontostände und Planungsdaten als Geschäftsgeheimnisse des Kunden. SaaSFlow schützt sie mit angemessenen technischen und organisatorischen Maßnahmen und gibt sie nur weiter (a) an die in der Liste der Unterauftragsverarbeiter aufgeführten Dienstleister, soweit für die Erbringung der Dienste erforderlich, (b) wie in diesen AGB, der Datenschutzerklärung oder dem Auftragsverarbeitungsvertrag beschrieben, (c) mit Einwilligung des Kunden oder (d) aufgrund gesetzlicher Verpflichtung.

9.3 Nicht vertraulich sind Informationen, die ohne Verstoß gegen diese Ziffer öffentlich bekannt sind oder werden, die eine Partei rechtmäßig von Dritten erhält oder unabhängig entwickelt. Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt; die betroffene Partei wird vorab informiert, soweit zulässig.

9.4 Die Pflichten aus dieser Ziffer 9 gelten auch nach Beendigung des Vertrags fort.

10. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

10.1 Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung.

10.2 Soweit der Kunde mit den Diensten personenbezogene Daten seiner eigenen Kunden, Nutzer oder Geschäftskontakte verarbeitet, ist er der Verantwortliche und SaaSFlow der Auftragsverarbeiter im Sinne der DSGVO. Der Auftragsverarbeitungsvertrag ("AVV") einschließlich seiner Anlagen ist fester Bestandteil dieser AGB und regelt diese Verarbeitung. Eine gegengezeichnete Ausfertigung stellt SaaSFlow auf Anfrage an support@saasflow.com bereit.

11. Entgelte und Zahlung

11.1 Die Entgelte für kostenpflichtige Tarife ergeben sich aus der Preisliste zum Zeitpunkt der Bestellung. Alle Preise verstehen sich zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer, sofern nicht anders ausgewiesen.

11.2 Die Abrechnung erfolgt im Voraus für die jeweilige Abrechnungsperiode über den Zahlungsdienstleister von SaaSFlow. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt.

11.3 Preisänderungen kündigt SaaSFlow mindestens sechs (6) Wochen im Voraus per E-Mail an. Sie gelten erst ab der nächsten Vertragsverlängerung. Ist der Kunde mit einer Preisänderung nicht einverstanden, kann er den Vertrag zum Ende der laufenden Vertragslaufzeit kündigen.

11.4 Bei Zahlungsverzug kann SaaSFlow den Zugang zu den Diensten nach vorheriger Ankündigung mit angemessener Frist sperren, bis die offenen Entgelte ausgeglichen sind. Weitergehende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

12. Laufzeit und Kündigung

12.1 Die Vertragslaufzeit richtet sich nach dem gewählten Tarif gemäß Preisliste. Sie verlängert sich jeweils automatisch um dieselbe Laufzeit, wenn der Vertrag nicht vor Ablauf gekündigt wird.

12.2 Der Kunde kann den Vertrag jederzeit mit Wirkung zum Ende der laufenden Vertragslaufzeit in den Kontoeinstellungen kündigen. SaaSFlow kann den Vertrag mit einer Frist von drei (3) Monaten zum Ende der laufenden Vertragslaufzeit kündigen; für kostenfreie Tarife gilt Ziffer 5.1.

12.3 Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für SaaSFlow insbesondere vor, wenn der Kunde schwerwiegend oder wiederholt gegen Ziffer 7 verstößt oder mit einem nicht unerheblichen Betrag länger als zwei Monate in Zahlungsverzug ist.

12.4 Bei schwerwiegenden Verstößen gegen Ziffer 7 kann SaaSFlow den Zugang zu den Diensten auch vorübergehend sperren, wenn dies zum Schutz der Dienste, anderer Kunden oder Dritter erforderlich ist. SaaSFlow informiert den Kunden dabei über Grund und voraussichtliche Dauer, soweit der Schutzzweck das zulässt.

13. Folgen der Beendigung

13.1 Mit Wirksamwerden der Beendigung endet der Zugang zu den Diensten. Der Kunde exportiert seine Daten vor dem Vertragsende über die Exportfunktionen der Dienste; auf Anfrage unterstützt SaaSFlow dabei.

13.2 Nach Vertragsende löscht SaaSFlow die Kundendaten gemäß § 9 des AVV: aus den Produktivsystemen spätestens neunzig (90) Tage nach Vertragsende, aus Sicherungssystemen im Rahmen der turnusmäßigen Backup-Rotation, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

14. Gewährleistung

14.1 Für Mängel der Dienste gelten die gesetzlichen Vorschriften des Mietrechts mit folgender Maßgabe: Die verschuldensunabhängige Haftung für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ist ausgeschlossen.

14.2 Der Kunde zeigt Mängel unverzüglich mit nachvollziehbarer Beschreibung an. SaaSFlow beseitigt sie innerhalb angemessener Frist.

15. Haftung

15.1 SaaSFlow haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, im Umfang einer übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

15.2 Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet SaaSFlow nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt.

15.3 Für den Verlust von Daten haftet SaaSFlow im Rahmen der Ziffern 15.1 und 15.2 nur in der Höhe des Aufwands, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung für die Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre; Ziffer 7.3 bleibt unberührt.

15.4 Im Übrigen ist die Haftung von SaaSFlow ausgeschlossen. Die Haftung nach Art. 82 DSGVO bleibt unberührt.

16. Änderungen dieser AGB

16.1 SaaSFlow kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dafür ein triftiger Grund besteht (insbesondere Änderungen der Rechtslage oder Rechtsprechung, Weiterentwicklung der Dienste oder neue Funktionen) und die Änderung den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Ausgeschlossen sind auf diesem Weg Änderungen der Hauptleistungspflichten, die das Verhältnis von Leistung und Entgelt zulasten des Kunden verschieben. Für Preisänderungen gilt Ziffer 11.3, für die Weiterentwicklung der Funktionen Ziffer 2.3.

16.2 Änderungen kündigt SaaSFlow mindestens vierzehn (14) Tage vor ihrem Wirksamwerden per E-Mail an. Die Ankündigung nennt die Änderungen und den Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens und weist auf das Kündigungsrecht nach Ziffer 16.3 und die Folgen einer unterlassenen Kündigung hin.

16.3 Ist der Kunde mit den Änderungen nicht einverstanden, kann er den Vertrag bis zu ihrem Wirksamwerden in Textform, etwa per E-Mail an support@saasflow.com, mit Wirkung zu diesem Zeitpunkt kündigen. SaaSFlow erstattet bereits gezahlte Entgelte für den Zeitraum nach Vertragsende anteilig. Kündigt der Kunde nicht, gelten die geänderten AGB mit ihrem Wirksamwerden als angenommen.

16.4 Änderungen, die ausschließlich zum Vorteil des Kunden sind oder den Regelungsgehalt nicht berühren (etwa Klarstellungen, Korrekturen oder aktualisierte Kontaktangaben), werden ohne Ankündigung nach Ziffer 16.2 mit ihrer Veröffentlichung wirksam. Ein Kündigungsrecht nach Ziffer 16.3 besteht dafür nicht.

17. Schlussbestimmungen

17.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

17.2 Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Köln, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

17.3 Mitteilungen im Rahmen dieses Vertrags können elektronisch erfolgen (per E-Mail an die hinterlegte Adresse oder innerhalb der Dienste).

17.4 Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen und Rechte aus diesem Vertrag nur mit Zustimmung von SaaSFlow übertragen; § 354a HGB bleibt unberührt.

17.5 Diese AGB liegen in deutscher und englischer Sprache vor. Für Kunden mit Sitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist die deutsche Fassung verbindlich; für alle anderen Kunden ist die englische Fassung verbindlich. Für den Auftragsverarbeitungsvertrag ist stets die deutsche Fassung verbindlich.

17.6 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.